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Wie läuft eine Organspende ab?

Eine Organspende folgt einem festen medizinischen Plan. Der Respekt vor der oder dem Verstorbenen und den Angehörigen steht dabei an erster Stelle.

Voraussetzung für eine Organspende ist der „Hirntod“. Dieser Zustand kann zum Beispiel nach einer schweren Hirnblutung, einem Unfall oder einem massiven Sauerstoffmangel vom Gehirn eintreten.

Der Hirntod markiert den medizinischen und rechtlichen Todeszeitpunkt. Zwei Fachärztinnen bzw. Fachärzte stellen unabhängig voneinander den Hirntod fest. Sie bestätigen, dass das Gehirn alle Funktionen unwiederbringlich verloren hat.

Mit dem Hirntod kann der Betroffene nicht mehr selbst atmen. Maschinen halten die Atmung und den Kreislauf künstlich aufrecht. Medikamente unterstützen diesen Prozess. Ohne diese Maßnahmen würden die Organe nicht länger mit Sauerstoff versorgt. Kreislauf und Organtätigkeit stünden still. Die Versorgung der Organe mit Sauerstoff aber ist die Voraussetzung dafür, dass die Organe überhaupt für eine spätere Transplantation genutzt werden können.

Die Zustimmung zur Organspende

Nach der Feststellung vom Tod prüfen Fachkräfte, ob die verstorbene Person einer Organspende zugestimmt hat. Am besten ist dies im Organspende-Register, auf einem Organspende-Ausweis oder in einer Patientenverfügung dokumentiert. Liegt keine schriftliche Entscheidung vor, entscheiden die Angehörigen nach dem mutmaßlichen Willen von der oder dem Verstorbenen.

Medizinische Untersuchungen, Organvermittlung und Organentnahme

Grafik: Der Ablauf einer möglichen Organspende zeigt die Zusammenarbeit zwischen Transplantationszentrum, Eurotransplant, Deutsche Stiftung Organtransplantation und Spenderzentrum und deren jeweiligen AufgabenAbb 1. Ablauf bei einer möglichen OrganspendeLiegt eine Zustimmung vor, leitet die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) die weiteren Schritte ein. Fachkräfte untersuchen die Organe auf Blutgruppe, Gewebeeigenschaften sowie mögliche Infektionen oder Tumorerkrankungen.

Anschließend meldet die DSO die verfügbaren Organe an Eurotransplant. Dort wird entschieden, welche Patientinnen oder Patienten auf der Warteliste die besten Voraussetzungen für eine Transplantation haben.

Spezialisierte chirurgische Teams entnehmen die Organe mit höchster Sorgfalt. Die künstliche Beatmung und die Kreislaufunterstützung enden mit der erfolgten Entnahme. Die Organe werden konserviert. Damit sie nicht verderben, bringt Fachpersonal die Organe möglichst schnell in die jeweiligen Transplantations-Zentren. Zum Schluss wird der Körper der verstorbenen Person würdevoll für eine normale Bestattung versorgt.

Die Angehörigen können auf Wunsch später Informationen über den Erfolg der Transplantation erhalten. Die Identität von der Empfängerin oder vom Empfänger bleibt dabei anonym.

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