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Wie werden Organspenden organisiert und reguliert?

Die Organspende ist in Deutschland streng gesetzlich geregelt. Grundlage dafür ist das Transplantationsgesetz (TPG). Es gewährleistet Sicherheit, Transparenz und Fairness für alle Beteiligten.

Ganz wichtig ist die Trennung der an einer Organspende beteiligten Bereiche.

Unabhängige Teams übernehmen verschiedene Aufgaben. Ein Team stellt den Tod fest, ein anderes vermittelt das Organ und ein drittes führt die Transplantation durch. Eine klare Trennung der Bereiche verhindert Interessenkonflikte.

Die Rolle der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO)

Die Organisation und Koordination der Organspende übernimmt in Deutschland die gemeinnützige Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) mit Sitz in Frankfurt am Main. Sie hat mehrere regionale Standorte.

Die DSO unterstützt Krankenhäuser bei allen Abläufen rund um die Organspende.

Dazu gehören unter anderem:

  • die medizinische Prüfung, ob eine Organspende möglich ist,
  • die Organisation der Organentnahme,
  • die Konservierung und der Transport der Organe
  • sowie die Koordination mit den Transplantationszentren.

Außerdem begleitet die DSO die beteiligten Kliniken organisatorisch und unterstützt bei der Qualitätssicherung. Unabhängige Gremien kontrollieren die Arbeit der DSO ständig.

Die Vermittlung der Organe

Die Vergabe der gespendeten Organe erfolgt über die unabhängige Vermittlungsstelle Eurotransplant mit Sitz in Leiden (Niederlande). Eurotransplant arbeitet international, um für jedes Organ schnell die passenden Empfängerinnen oder Empfänger in den Mitgliedsländern von Eurotransplant (Deutschland, Belgien, Kroatien, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Slowenien und Ungarn) zu finden. Die Auswahl erfolgt nach medizinischen Kriterien wie Dringlichkeit, Erfolgsaussichten und medizinische Verträglichkeit.

Die Rolle der Transplantations-Beauftragten

Jedes Krankenhaus mit Intensivstationen verfügt über speziell geschulte Transplantations-Beauftragte. Das sind erfahrene Ärztinnen bzw. Ärzte oder Pflegekräfte, die unabhängig arbeiten und der Klinikleitung unterstellt sind.

Sie erkennen mögliche Organspenderinnen oder Organspender, koordinieren die notwendigen Abläufe und begleiten Angehörige in dieser schwierigen Situation. Außerdem schulen sie das medizinische Personal zum Thema Organspende.

Wichtig ist: Transplantations-Beauftragte sind nicht an der Organvermittlung und auch nicht an der späteren Transplantation beteiligt. So ist sichergestellt, dass die Organspende transparent und ohne Interessenkonflikte abläuft.

MiMi-Zentrum für Integration in Bayern

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